Flash-Plugin erforderlich!

Interviews

RD ROCK FESTIVAL / 18.04.08

The Bad Days - Drei Worte und eine Wahnsinnsband. Alle Stilmixe vereinigen sich und heraus kommt etwas Fantastisches - und jetzt das Album "The Bad Days" ... erzähl mal was drüber ...

Zuerst sollte das Album Colossus heißen, aber das war uns irgendwie zu tief gestapelt. Ey, und wenn eine Band ein selbstbetiteltes Album rausbringt, dann kommt das auch immer gleich so non-plus-ultra-mässig, als wenn danach keine Steigerung mehr drin wäre. Deshalb haben wir uns im letzten Moment für „Eat My Luck" entschieden. Ich glaube, dass wir es mit den neuen Songs geschafft haben, der Heirat von Gefühlen und Eiern so nah wie möglich zu kommen. KILLER, ey!

Lachen muss ich über den Purfuerst-Ausspruch auf eurer Startseite. Herrlich knapp. Sitzt der Stachel noch tief, also ich finde das ja eher belustigend - der hatte wohl'n schlechten Tag was?

Dass Carsten gekauft war, hat am Anfang keiner gecheckt, und so konnte eben jeder seinen Vorteil aus der Sache ziehen. Überleg mal, Harald Juhnke ist auch nicht immer gut weg gekommen in der Presse und trotzdem galt er immer als „größter Entertainer" im deutschen Fernsehen! Und wir sind eben wochenlang auf
diesen Artikel angesprochen worden. Hab gehört, Carsten will demnächst sogar ein Buch rausbringen: „Ansichten eines Clowns" oder so ähnlich (an dieser Stelle sei noch erwähnt, dass auch ich seit kurzem an meinen Memoiren „Memories – The Lobby Years" arbeite. Das ist schwerer als man denkt, weil ich große Teile meiner Kindheit vor dem dritten Lebensjahr fast vollständig vergessen habe).

Achtung Mädels - The Bad Days kommen! Ich habe ja früher schon mal gesagt - wenn ihr loslegt dann rollen sich die Wollpullis automatisch hoch (dazu stehe ich auch heute noch und empfehle allen Mädels diese Tischdeckenbeschwererbommel). Es funkt auf der Bühne und ihr bringt das Publikum zum schwitzen, steppen, schreien ... wie kann das nur sein ...wie macht ihr das nur? Viel Herzblut ...

Eigentlich ist unsere Bühnenshow doch vollkommen unprofessionell. Lächerlich. Wir sind so dermaßen talentfrei, dass wir im Studio ohne Ende tricksen müssen, damit am Ende noch was einigermassen hörbares rauskommt. Deswegen haben wir für „Eat My Luck" auch zwei Jahre gebraucht – die Hölle! Und zu den Bommeln: Ganz automatisch geht so'n Pulli doch gar nicht hoch, eher so halbautomatisch oder wat...

Wieviel Zeit verwendet ihr für Proben und Musik ?

Gute Frage. Als neulich meine Beziehung in die Brüche gegangen ist, hab ich öfter im Proberaum gepennt als gerockt, schön mit Heizlüfter und Plastikdecke. Aber im Mai geht's endlich wieder los: neue Gigs, neue Kicks!

Privatleben und Musik ist ja immer so eine heikle Sache, richtig? Wie haltet ihr das? Alles gut vermischt?


Freundschaft, Selbstverwirklichung und Spaß sind Begriffe aus dem Privatleben und für uns unmittelbar mit Musik verknüpft. Wo er die Trennlinie zieht, bleibt am Ende jedem selbst überlassen. Ich penn im Proberaum, Praenz züchtet Pferde. Oder anders: Here comes the loudest Selbsthilfegruppe der Welt!

Ihr wart ja unter anderem mit den von mir sehr geschätzten New Bomb Turks auf Tour ? Wie war's ? Erzähl doch mal'n büschen was drüber und auch übers Publikum ?

Die New Bomb Turks sind eine nette, intelligente Band ohne jegliche Starallyren. Auf dem Gig in Stuttgart waren 800 Leute, von denen allerdings 600 dringend frische Luft schnappen mußten, als wir gespielt haben oder die Toten Hosen sind auf'm Anhänger vor der Halle lang gefahren oder so. Na. jedenfalls hat das Plakat
von dem Gig bei mir einen Ehrenplatz. Und Eric Davidson ist der mit Abstand coolste und energiegeladenste Frontmann, den ich je gesehen habe (Sorry, Hannes. .. Du bist auch energiegeladen).

Auf der anderen Seite habt ihr The BossHoss supportet (von denen 95% immer noch glauben sie kämen wirklich aus Texas - hehehe). Wie kam es denn zu dieser *Mischung*?

Das war im Ruhrcongress in Bochum, so'ner fetten 5000er - Mehrzweckhalle. Wir wurden nicht bezahlt und 5 Minuten vor Einlass ohne Soundcheck auf die Bühne gestellt . Und dann rennen auf einmal 3200 Mädchen auf dich zu, um einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern. Da wußten sie unter Garantie noch nicht, was sie
erwartet! Es war eine lustige, beeindruckende, aber irgendwie auch unangenehme Erfahrung. Wer schüttet schon gerne sein Herz vor Menschen mit Cowboyhüten aus...

Was steht als nächstes an bei euch ? Kleine Tour ist am werden ... wo liegt euer nächstes Ziel, wie soll das denn mit euch weitergehen Jungs??? ;))

Sobald Tornado Ride unsere Scheibe freigibt, wollen wir in Italien auf Tour gehen! Unter Umständen mit einer berüchtigten Kieler Hardoreband, aber das sind bisher nur Schnaps, bzw. Tofuideen.

Nein, Hand aufs Herz, was träumt denn ein so jeder von euch ? - also rein musikalisch gesehen natürlich nur ...

Du meinst, nach dem Motto: Ich würd gern mal Lemmy treffen ? Klar, ich würd gern mal Lemmy treffen. Und mit den Bad Days vor den Foo Fighters spielen. Und 1000 andere Sachen! Letztes Jahr habe ich in Schwerin mit einem meiner größten Idole Jägermeister getrunken. Billy Gould von Faith no More!!! Am nächsten
Morgens bin ich mit einer Katze im Arm auf dem Hotelflur aufgewacht. Es war fantastisch!

Und was sagt ihr so zur Szene in Schleswig-Holstein. Wo kann man eurer Meinung nach lecker Bierchen trinken, gute Musik hören, nette Leute treffen und überhaupt ?

Ausschließlich – ich betone – ausschließlich auf Konzerten.

Und welche Platte ist im Moment angesagt ? Was hast du denn zum Beispiel als letztes Werk in dein CD-Regal geräumt Engine ?

„Danko Jones – Never Too Loud", aber die hör ich eigentlich kaum. Die letzte Platte, die mir wirklich den Atem geraubt hat, ist schon etwas älter: „Super Extra Gravity" von den Cardigans, der besten derzeit aktiven Popband.

An dieser Stelle dürft ihr natürlich auch Werbung für alle machen die euch in Punkto Mix, Layout ... unterstützt haben und selbstverständlich auch Werbung in eigener Sache!! :)

Eigentlich eine Sache für's Booklet, die wir diesmal auch nicht mit „Danke an alle unsere Freunde" abfrühstücken werden, aber here we go... Kristoffer Wasserberg wäre zu erwähnen, denn er hat uns zwei Jahre lang für einen Hungerlohn ausgehalten. Timo Wilke überrascht uns immer wieder mit seinen Gestaltungsideen und Thays von Alias Caylon haben wir vor 3 Jahren vergessen, im Booklet zu erwähnen, obwohl er 40% von „Everbody's gotta pay" gesungen hat. Danke, Röpke.

Wir freuen uns auf jeden fall riesig euch mit im Boot zu haben auf'm RD-Rock 2008 und ein gemeinsames Bierchen ist ja hoffentlich drin! :)

Die Freude ist ganz auf unserer Seite.



PUNK-AND-ROLL.DE / 12.03.2005

Wie ihr bereits lesen konntet, habe ich The Bad Days aus Kiel mal ausführlich zu ihrer Band und ihrem Schaffen in die Mangel genommen. Hier folgt nun das komplette Interview und ich muss sagen, es ist wirklich amüsant geantwortet worden hier und da! Lest es euch durch und habt Spass !!!

K) Gebt mal eben einen kurzen Überblick über eure Mannschaft ( Spieler, wer, was, welche Position, Mannschaftskapitän? ). Wie sieht euer bisheriger Lebenslauf als Band so aus?

Moe: Moin!
Leif: Moin Kaiser, und schönen Dank, dass wir hier einen vom Stapel lassen dürfen! THE BAD DAYS sind: Praenz (guit), Tresen (bass), Moe (dr) und meine Wenigkeit (ges).
Praenz: Uns gibt´s seit Anfang 2001. Ende 2003 hat Evil Tresen dann unserenalten Axtbediener Dick abgelöst. Das heißt, in der jetzigen Formation haben wir erst 2004 mit einer Reihe an Live-Gigs und der Produktion unseres ersten Albums so richtig losgelegt...

K) Als nächstes würd mich mal interessieren, was ihr selbst über euren Musikstil sagt. Woher stammen die Ideen, Einflüsse? Könnt ihr eure Mucke einem bestimmten Genre zuordnen?

Praenz: Natürlich haben wir unsere musikalischen Leichen im Keller, die wir auch mal gerne zitieren! Eine Band, die unseren Stil mit Sicherheit von Anfang an mitgeprägt hat, sind die US-Rocker Buckcherry: Hammer Riffs, klassische Rock-Songstrukturen, großartige Soli, unverwechselbarer Gesang. Misch das mit diversen Punk-, Blues- und Metaleinflüssen und fertig ist der dreckige Glam-Rotzrock von der Küste!
Leif: ...wir sind sozusagen der „Blues im Punkrockpelz“, wenn Du so willst (daher auch die Harfe, die ich blase).

K) Ja, ich Zupfe auch gern mal die Tuba....;) Seid ihr so richtig überzeugte Rock´n Roller? Oder bewegt ihr euch gerne auch mal mehr über den Tellerrand hinaus? Wenn ja, ist euch das wichtig, oder verheimlicht ihr auch gerne mal die ein oder andere Platte in eurer Sammlung?

Leif: Also erst mal was zum Thema „überzeugter Rock’n’Roller“. Es mag sich dämlich anhören, aber ich habe schon länger das Gefühl, körperlich und geistig zu lemmyfizieren. Das führt mittlerweile so weit, dass ich mich im Alltag als Betrüger fühle, wenn ich mich mit Sachen beschäftigen muss, die nichts mit Musik zu tun haben. Deshalb ist Rock’n’Roll für mich auch weniger eine Überzeugung, als ein gewaltiger Sprung in der sozialen Schüssel! Aber ich stehe eben drauf.
Praenz: Das mit dem Sprung in der Schüssel kann ich nur bestätigen. Leider ziehen wir da alle gut mit. Aber mal ehrlich: Seitdem Punker mit sauteuren Bikes und mp3-Playern bei Konzerten vorfahren, muß ich nix mehr in meiner Plattensammlung verheimlichen. Kleiner Tipp zum reinhören: EYE HATE GOD – “In the name of suffering” und Mr. Hooker himself – “Mr. Lucky”! Alles klar? Übrigens ist der King immer noch der letzte echte Rocker…

K) Habt ihr musikalische Favourites und absolute No-Go´s, wie es auf Bravo-Bubblegum-Deutsch so schön heißt?

Praenz: Wo Du gerade von der Bravo sprichst: Die ganze Casting-Scheiße geht mir schon gehörig auf die Eier. Sechs Wochen die Pop-Schulbank drücken, gute Noten einfahren und „Star“ werden.
Leif: Zum kotzen. Ich habe übrigens neulich von einer Nirvana-Coverband gelesen. DAS braucht auch kein Mensch!
Moe: Es gibt einfach Bands, die kann oder darf man nicht covern. Muss mir gerade vorstellen, wie so´n magerer 17jähriger mit Strickjacke und lila Frisur "Come as you are" plärrt...

K) Das traurige ist, dass ich mir das heutzutage wirklich vorstellen kann.... Ihr kommt aus den unendlichen Weiten der nördlichsten norddeutschen, fast schon dänischen Tiefebene. Wie sieht es da mit 'ner konkreten Rock´n Roll Basis aus? Gibt’s die? Also so szenemäßig?

Leif: Es gibt eine Szene, ganz klar. Du musst Dich eben nur darauf einrichten, Hardcore, Ska oder Deutschpunk zu spielen, hehe...
Praenz: ...vergiss´ nicht die Schwermetaller! Trotzdem tut sich schon einiges in und um Kiel - nicht umsonst auch gerne als „Kiel-Rock-City“ betitelt!

K) Wie verhält es sich auf euren Konzerten? Wie groß ist eure Fanschar bis jetzt schon geworden?

Leif: Ich glaube, wir fangen erst jetzt an, uns rumzusprechen. Es wird also noch ein weiter Weg zu gehen sein, bis die Leute unseren Namen endgültig auf der Pfanne haben und in den Lokalzeitungen nichts mehr von irgendwelchen „Bad Dogs“ oder „Bad Boys“ zu lesen ist!! Für viele ist Rock’n’Roll eben ein Turniertanz.

K) Alles klar....Bad Dogs und Turniertanz ( lach!!! ) Habt ihr viel Kontakt zu den anderen etwas bekannteren Kombos aus Schleswig-Holstein? Ich denke da an Smoke Blow, Creetins, Typhoon Motor Dudes.......

Leif: Wir haben zu den meisten Bands hier oben ein gutes Verhältnis. In irgendeinen von den Creetins, Motordudes oder der Ed Random Band rennst Du am Wochenende immer rein. Und wenn Du eine Platte aufnimmst, stellt Dir sofort jeder sein Equipment samt Sänger für den Background-Chor zur Verfügung. Das ist schon praktisch...
Praenz: …aber ganz schlecht für die Leber – zumindest was die Wochenenden betrifft. Mit den Motor Dudes haben wir übrigens 2002 eines unserer ersten Konzerte gespielt. Freut mich, dass die mit Ihrem neuen Album + Plattendeal endlich so richtig loslegen!

K) Ich hab es doch gewusst, die Norddeutschen sind eben die nettesten..... Ne andere Band, die mittlerweile wirklich einen Namen hat, sind The Peepshows aus dem gelobten Land des Rock, aus Schweden. Ihr wisst, worauf ich hinaus will.....Wie ist es zu euren zwei Support-Acts für die Schweden gekommen?

Praenz: Da muss ich jetzt erst mal ein Versprechen einlösen und Leif verbal ´ne Salbung verabreichen. Wenn mir irgendwer erzählen will, ohne professionelles Booking würde man ewig die letzten Suffköppe aus dem JUZ um die Ecke per Zugabe nach Hause schicken – falsch! Wenn du unserem Sänger ein Telefon gibst, macht er Dir ´ne Reise zum Mond klar... oder eben den Support für die Peepshows!
Leif: Danke für die Wurmkur, Praenz! Keine Frage, dass wir uns besonders auf die Gigs mit den Peepshows gefreut haben! Wenn es nicht Anhieb geklappt hätte, wäre ich vermutlich mit einer Gitarre unter dem Arm in die Büros der Booker gerannt, aber so weit ist es zum Glück aller Beteiligten ja nicht gekommen...


K) Denkt ihr jetzt, ihr seid die größten? ( Fettes Augenzwinkern und mit 'nem ganzen Zaun auf einmal Wink )........Scherz....;) Was bedeuten euch diese zwei Gigs heute noch, bzw. was haben sie euch gebracht?

Praenz: Da muss ich jetzt unseren Basser Tresen zitieren. Der quasselte während des Aftershow-Gelages im Backstage-Bereich des Hamburger Hafenklangs schon vom „geilsten Tag seines Lebens“. Wir feierten einen großartigen Auftritt mit 1a-Publikum und danach das Tourende der Peepshows. Ich denke, wir erinnern uns alle gerne an beide Auftritte zurück.
Leif: Jupp.
Moe: Schnauze.

K) Wie haben euch die Peepshows aufgenommen? Hattet ihr eine gute Zeit? Und haben die was über eure Mucke gesagt, außer dem stereotypen: “ Hey boys, you rock....“ – Zeugs?

Praenz: Wenn Du über Jahre die Alben einer Band sammelst, ihre Entwicklungmiterlebst und sie dann Live sehen kannst, ist das schon großartig. Darfst Du dann auch noch vor Ihnen zocken – noch besser! Was uns aber wirklich imponiert hat, waren die Jungs selber. Im „Wild at Heart“ mussten wir uns sicher erst mal warmlaufen, aber dafür war das Eis in Hamburg dann mehr als gebrochen. Einen besseren Einblick in die Schwedenrock-Szene kann man als deutsche Band außerdem nicht bekommen... War schon spannend, was Lurgo & Co so erzählt haben (Ich musste Leif übrigens morgens aus dem Club tragen, weil ich schon Angst hatte, er würde Oswald ( von den Peepshows ) sonst ehelichen). Außer der bei den Gigs präsentierten Mucke war also nix stereo!

K) Klingt nach 'ner verdammt guten Zeit....ich werd gerade neidisch! Noch mal wieder zur eurer Band selbst: Ihr habt ein Album am Start. Macht an dieser Stelle mal ordentlich Dampf in eigener Sache. Wie würdet ihr Werbung für die Scheibe machen wollen? Warum sollte man ausgerechnet die Bad Days aus Hedwig-Holzbein hören und kaufen?

Leif: Zunächst möchte ich Praenz danken, dass er mich in brenzligen Situationen regelmäßig wegträgt... Er ist der wahre Grund, warum man mir neun Leben nachsagt! Aber nun zu deiner Frage: Wir haben uns bei „Bottle up! “ Mühe gegeben, nicht wie die nächste deutsche Hellacopters-Kopie zu klingen. Die Songs sind alle sehr unterschiedlich geworden und ich glaube, das Ergebnis ist eine Punk’n’Roll-Scheibe aus Deutschland, die sich wirklich sehen lassen kann....
Moe: ...und das ohne Texte über Kolbenfresser, 400 PS oder dicke Titten! Wir haben uns immer vom "Flammenhemd"-Image ferngehalten.
Leif: Schon mal einen Skoda Felicia mit 400 PS gesehen ? Ne, im Ernst: Musikalisch darf der R’n’R gerne aus allen Poren schießen, aber ich würde niemals meine Texte oder ein Plattencover dafür in irgendeine Richtung verbiegen!

K) Na siehste! Es geht auch ohne Hochglanz-Porno-Image. Ich bin beruhigt! Dann mal weiter zur Platte. Wie gingen die Arbeiten voran? Seit wann doktert ihr daran herum? Ich meine, auf eurer Homepage da.....na ja...da standen immer mal wieder VÖ-Termine und so was...ok, is ja jetzt fertich, aber......trotzdem! Woran hält man sich da als Band so vorwiegend auf?

Leif: Wir mussten die Aufnahmen aus Termingründen immer wieder unterbrechen. Dazu kommt, dass kurz vor den Aufnahmen unser Bassist ausgestiegen ist und wir uns erst mal nach einem Ersatz umsehen mussten!
Praenz: Was Leif damit eigentlich sagen will: Spiel´ niemals 20 Auftritte, während Du im Studio einen Longplayer einspielst! Außerdem müssen auch die Bad Days zwischen Deutschland-Gigs und Studio-Sessions noch ihre Brötchen verdienen - Punk´n´roll macht zwar das Rocker-Herz satt aber nicht den Magen! Wir hatten uns terminlich einfach zu viel auf einmal vorgenommen…

K) Ok, das kommt bei mir auch mal vor.... Was geht bei euch in Sachen fester musikalischer Wohnverhältnisse, sprich dickem, fettem Plattendeal? Die Labellandschaft in Schleswig-Holstein ist ja eher Brachland, wenn ich das richtig sehe.

Leif: Gute Frage. Ich glaube, ein „fetter Plattendeal“ wäre momentan gar nicht so gut für uns. „Bottle up!“ ist jetzt jedenfalls seit einem Monat fertig und wir werden sehen, wo wir damit landen...

K) Hat euch bisher schon mal ein Label angesprochen, oder sind die da nicht so?

Leif: Ja, es gibt erste Angebote. Im März und im Mai erscheinen bei BluNoise und Vitaminepillen Records erst mal Sampler, auf denen auch wir vertreten sein werden. Einer davon heißt „Millenium Madness Vol. 4“. Wo und wie „Bottle up!“ erscheinen wird, wissen wir noch nicht. Wir haben keine Lust, uns aufhalten zu lassen und basteln schon am Nachfolger...
Moe: ...welcher wieder einige neue Bad Days-Facetten aufzeigen wird, aber dazu später mehr.

K) Also, wer vor der VÖ seiner ersten Platte schon an der nächsten rumbaut, hat meinen Respekt!!! Erzählt das mal den Backyard Babies...... Als wir telefoniert haben, erfuhr ich, dass ihr 'ne Tour durch einen Teil Deutschlands plant. Könnt ihr dazu schon was sagen? Wo soll es grob hingehen?

Leif: Richtig, jetzt ist der Süden dran! Die genauen Termine veröffentlichen wir regelmäßig auf unserer Homepage (www.thebaddays.de). Fest steht, dass wir am letzten Tag in Stuttgart die großen New Bomb Turks in den Punkrock-Ruhestand verabschieden dürfen, was eine große Ehre für uns ist! Einen Gig in Paderborn wird es vorerst allerdings leider nicht geben, wie ich heute erfahren musste. Peter Pan müssen also ohne uns auskommen;)

K) Oh, das ist aber echt richtig schade, hätte 'ne gute Party hier bei uns werden können!!! Peter Pan sind für so was gut zu gebrauchen...aber trinkt niemals von der Speedrock-Mische, ich sag's euch!!! Wo spielt ihr sonst so? Seid ihr schon oft aus S-H rausgekommen oder ist das schwer?

Leif: Viele unserer Konzerte sind durch befreundete Bands zustande gekommen, wie z.B. die Gigs in Kopenhagen, Dresden oder Berlin. Man kann leider nicht in München anrufen und sagen: “Hier sind die Bad Days, legt schon mal die Schokolade auf’s Kopfkissen“. In der Regel verschicken wir unsere Platte und warten ...
Praenz: …was zur Zeit auch ganz gut funktioniert. Im September werden wir z.B. mit „The Bones“ in Leer, nahe der holländischen Grenze, zocken.
Moe: Geil, Namedropping.

K) Was sind so die größten Hürden für gute unbekannte Bands, wenn es mal auf Tour gehen soll? Mit geöffneten Burgtoren braucht man da wohl kaum zu rechnen, oder?

Leif: Es gibt eine Menge Hürden, aber genau das ist doch der Reiz an der Sache! Wenn Du erst mal in einem Club gewesen bist, dann kannst Du in der Regel auch wiederkommen. Beim zweiten Mal ist es dann vielleicht schon etwas voller geworden und Du kannst ein neues Fähnchen in die Punkrock-Landkarte pieken...

K) Dann dürft ihr jetzt und hier noch mal ein bisschen Werbung machen. Und zwar für eure Live-Show! Warum lohnt es sich, euch zu buchen und anzugucken?

Leif: Ganz einfach!! Wer sich heute eine Bad-Days-Show ansieht, kann in 10 Jahren damit rumprollen, dass er uns als erster gekannt hat. Ist doch logo.
Moe: Türlich ist das Logo!!

K) So. Das war’s dann schon“ !!! Jungs, ich danke euch vielmals. Hat tatsächlich verdammt Spass gemacht, die Antworten zu begutachten. Man sieht, ihr habt auch pressetechnisch Talent!

The Bad Days: „Bottle up, danke für das Interview und alles Gute für Eure Internetseite!“

K) Yeah und mange Tak, wie der Däne an sich sacht…..!!!!!!!! Haut rein!

by Kai Janßen

Menue

Reviews
Live-Reviews
Interviews
Articles

Order our newsletter!